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Autoren-Interviews
Buch-Cover Die Sünde in mir
Alegra Cassano
Nicole Schütz, eine Mutter von zwei Kindern und Hausfrau, wird am Tatort eines abscheulichen Verbrechens aufgefunden. Sie hat keine Erinnerung an die Tat und hält sich für sechs Jahre alt. Die Umgebung in der Psychiatrie, in die sie gebracht wurde, macht ihr Angst, denn sie denkt, sich in dem Heim zu befinden, mit dem ihre Mutter ihr immer gedroht hat, sollte sie ungehorsam sein....
Verlag: Alegra Cassano
ISBN: B008YP1TSA
Jessi's Rezension
Ich habe mir jetzt lange Gedanken über diese Rezension gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, inhaltlich gar nicht viel zu erzählen um nicht Gefahr zu laufen, etwas von der Geschichte selbst zu verraten.

Aufgrund der wechselnden Sprache von kindlich zu erwachsen, bekommt man anfangs das Gefühl in die Geschichte nicht richtig rein zu finden. Umso weiter der Leser aber in die Handlung und die Geschichte reinrutscht, desto erschreckender ist die kindliche Sicht auf grausame Gewalttaten. An einigen Stellen ist es schwer zu ertragen wie ein kleines Mädchen versucht diese Ereignisse zu verstehen und mit diesen Situationen umzugehen.

Der Missbrauch wird hier nicht im Detail beschrieben, sondern nur angedeutet. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und eröffnet damit eine Sicht auf das Geschehen was es dadurch noch grausamer auf den Leser wirken lässt.

Die Kapitel selber sind kurz und knackig geschrieben, durch die stellenweise kindliche Ich-Erzählerform schnell zu lesen. Die Charaktere wie z.B. Nicole oder Dr. Fabian sind Protagonisten mit Persönlichkeit und lassen tief in ihre Seele blicken.
„Die Sünde in mir“ hinterließ bei mir eine düstere und bedrückende Grundstimmung, die mich auch nach Beendigung des Buches noch beschäftigte.

Fazit:
Schwere Kost für die Psyche, wer es nicht immer blutrünstig haben muss, darf hier in eine traurige Kindheit und ihre Folgen blicken.

Buchdetails
Verlag: Alegra Cassano
ISBN: B008YP1TSA
E-Buch Text: 286 Seiten

Alegra Cassano Der Autor
Alegra Cassano wurde 1970 in der ehemals größten Bergbaustadt Europas geboren und lebt auch heute noch mit ihrem Mann und zwei Kindern dort. Das Schreiben war bereits früh ihre Leidenschaft. Schon in der Grundschule entstanden erste kleine Geschichten. In der weiterführenden Schule wurden ihre Krimis heimlich während des Unterrichts unter den Tischen gelesen. Durch die Ausbildung zur Krankenschwester und die Geburt ihrer beiden Kinder, trat das Schreiben aus Zeitmangel in den Hintergrund. Mit knapp 40 Jahren erfüllte sich die Autorin ihren großen Wunsch nach einem professionellen Schreibstudium, das sie in Kürze erfolgreich abschließen wird.


Weitere Werke

Thriller:
Todesangst im Labyrinth
Ausgeliefert an das Böse
Die Sünde in mir


Dystopie:
Alvaro – Der Preis der Freiheit

Fantasy:
Endora (zurzeit nur auf Amazon erhältlich)

Kurzgeschichten:
Teatime
Vermisst
Kurzgeschichten für Erwachsene
24 literarische Leckereien (zur Weihnachtzeit: Alegras Adventskalender)
Robert Heidecker – Polizeipsychologe a.D.
Wann hast du die besten Ideen?
Meist träume ich etwas, das mir im Gedächtnis bleibt und dann schreibe ich es mir auf, sobald ich wach bin. Manchmal entsteht daraus nichts weiter, aber die meisten meiner Geschichten haben so ihren Anfang gefunden. Wenn ich dabei bin, einen Roman zu schreiben, beschäftigt er mich immer. Ich denke beim Einkaufen oder Spazieren über die Handlung nach. Oft träume ich dann auch, wie es weiter geht.
Was inspiriert dich zum Schreiben?
Das kann alles sein. Manchmal ein Zeitungsartikel, oder etwas, dass ich irgendwo aufschnappe. Auch Bücher anderer Autoren können Denkanstöße bieten. Dann frage ich mich, wie das auch anders laufen könnte, oder wie die Welt aussehen würde, wenn bestimmte Dinge geschehen.
Sollen deine Bücher eine bestimmte Botschaft übermitteln?
In erster Linie sollen alle meine Bücher unterhalten. Sicher gibt es auch ein paar Botschaften darin, doch steht für mich die Spannung oder auch Entspannung im Vordergrund. Ich schreibe ja in mehreren Genres und da sollen z.B. die lustigen Bücher auch tatsächlich nicht so tiefsinnig sein, sondern dem Leser einfach ein paar schöne Stunden schenken und ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Wie viel Zeit vergeht, zwischen einer Idee und der Fertigstellung eines Buches?
Das ist sehr unterschiedlich. Es kann Jahre dauern, aber es gibt auch Bücher, die schreiben sich beinahe von selbst. So geht es mir gerade mit meinem Roman "Blutzoll der Wölfe". Zu Anfang ist es mir gelungen täglich ein Kapitel fertig zu stellen. Mittlerweils muss ich aus privaten Gründen etwas langsamer machen. Wenn ich die Zeit hätte, wäre die Geschichte in ein bis zwei Monaten fertig. Wobei fertig noch nicht druckreif bedeutet, denn es kommen ja noch etliche Runden Korrekturlesen dazu, Rückmeldung von lieben Menschen, die Probelesen, ein Cover muss erstellt werden usw. Ich habe auch noch einige angefangene Geschichten in der Schublade liegen, die schon seit Jahren auf ihre Vollendung warten. Mein Fantasywerk "Endora" ist vor Kurzem nach langer Pause fertig gestellt worden. Es hat insgesamt ca. 3 Jahre gedauert.
Welches ist dein Lieblingsbuch aus der eigenen Feder?
"Die Sünde in mir" ist mir sehr wichtig, da es auch viel mit mir selbst zu tun hat. Aber alle Bücher sind wie meine Kinder und da sollte man ja auch keines bevorzugen.
Wie gehst du mit negativen Rezensionen oder Meinungen um?
Die treffen mich zunächst erst einmal sehr. Wenn sie begründet sind, kann ich besser damit umgehen. Manche Leser schreiben leider nur, dass es ihnen nicht gefallen hat (um es mal freundlich auszudrücken) aber sie begründen es nicht. Dann bleibe ich etwas ratlos zurück und frage mich, was ich falsch gemacht haben könnte. Es gab auch schon sehr hilfreiche Rezensionen, die ich zunächst nicht annehmen konnte. Ich lese sie dann mit etwas Abstand noch einmal und versuche zu verstehen, was der Leser mir da sagen will. Es kommt auch schon vor, dass ich an der Geschichte dann noch etwas ändere. Zum Glück geht das bei eBooks ja noch im nachhinein.
Beschreibe dich in 5 Worten
Zielstrebig, fleißig, humorvoll, tierlieb, hilfsbereit.