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Autoren-Interviews
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Lutz C.Frey Der Autor
L.C. Frey ist das Pseudonym eines deutschen Schriftstellers, unter dem er sich dem Schreiben von spannenden Thrillern und okkultem Horror widmet. 2013 veröffentlichte L.C. Frey die ersten beiden Bände seiner Serie um den mysteriösen Detektiv Jake Sloburn, den Pilotroman der Horrorserie "Nest" und den zweiten Band, "Pakt". Beide Bücher fanden durchweg positive Beachtung durch Presse und Leser und wurden mittlerweile auch als Taschenbuch veröffentlicht.
Hallo Lutz, ich freue mich, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast. Stell' dich den Lesern doch bitte selber vor.
Hi Jessi! Mein Name ist L.C. Frey. Genaugenommen ist das natürlich nicht mein Name, aber das steht zumindest auf ein paar Büchern aus meiner Feder. L.C.Frey steht für Thriller, okkulten Horror und den einen oder anderen hintergründigen Schmunzler. Das mag nach einer eigenwilligen Mischung klingen und ich hoffe, das ist es auch.
Eine Frage die mich immer wieder interessiert. Was oder Wer inspiriert dich zum Schreiben?
Meine Charaktere.
Worum geht es im 3. Jake Sloburn Thriller "Mammon"?
Um Geld, Macht und Einfluss. Und ein paar ziemlich interessante Möglichkeiten, diese Dinge zu erlangen. Es geht aber auch um eine heimtückische Verschwörung, bei der entführte Haustiere eine Rolle spielen. Vor allem aber geht es um die Menschen in Port, und um die Masken, die diese Menschen in der Öffentlichkeit tragen. Ja, ich denke im Wesentlichen geht es tatsächlich um Masken und was zum Vorschein kommt, wenn man hinter diese Masken schaut. Und das ist nicht immer sehr erfreulich.
Wie genau entstanden die Cover-Ideen zur Jake Sloburn-Reihe?
Meist gebe ich die Elemente vor, die ich in Bezug auf die okkulten Anspielungen in meinen Romanen für wichtig erachte und daher auf dem Cover sehen will. Den Rest macht der Grafiker nach diesen Vorgaben. Vermutlich ist das nicht gerade die verkaufsfördernste Methode, aber das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.
Gibt es für dich persönlich Vor- und Nachteile des Schreibens?
Gewiss. Der größte Vorteil für mich ist, in eine andere Welt abtauchen zu können und deren Bewohner kennenzulernen, sie zu beobachten und mit ihnen die Konsequenzen ihres Handelns zu erleben. Das finde ich unsagbar spannend. Ein voyeuristischer Zug, den viele Schriftsteller und Leser teilen, glaube ich. Ich denke sogar, dass man nach diesem Erlebnis süchtig werden kann. Insofern hänge ich ganz schön an dieser Nadel. Ein großer Nachteil ist der, dass meine Gesundheit darunter leidet. Ich treibe zwar regelmäßig Sport und ernähre mich gesund, habe aber dennoch heftige Rückenschmerzen seit ein paar Jahren. Inzwischen zwinge ich mich zu Schreibpausen aller ein bis zwei Stunden. Das hilft ein bisschen, aber es ist und bleibt eine sehr einseitige Belastung.
Wie fängst du eine Geschichte an? Planst du sie vorher komplett durch, oder lässt du die Geschichte während des Schreibens den weiteren Verlauf bestimmen?
Ich plane schon, allerdings nicht besonders detailliert; eher die allgemeinen Rahmenbedingungen und dann setze ich mich hin und mache ich mir sehr ausführliche Gedanken zu den Personen. Den eigentlichen Verlauf der Story bestimmen immer die Charaktere. Personen etwas tun zu lassen, nur weil die Handlung es erfordert, finde ich zum Kotzen. Jack muss die Tür öffnen, weil es in seiner Natur liegt, Türen zu öffnen, und nicht bloß, weil der Autor meint, dass der Leser jetzt erfahren soll, was hinter dieser Tür ist. Darum geht es. Alles andere ist Zeitverschwendung. Und wenn Jack sich nicht traut, die Tür zu öffnen, bleibt sie eben zu und ich muss mir was anderes einfallen lassen.
Wie viel Zeit vergeht, zwischen einer fixen Idee und der Fertigstellung eines Buches?
Ungefähr ein Jahr, oftmals mehr. Sloburn ist ja größer angelegt, da steckt ungefähr ein Jahr allein in der Planung der Welt, der Figuren und so weiter. Erst danach habe ich mit dem Schreiben der ersten Storyentwürfe begonnen.
Gibt es Momente, in denen dich die Schreibunlust am Kragen packt?
Nein. Ich glaube auch nicht an die Existenz von unüberwindbaren Schreibblockaden oder solchem Käse. Ich glaube allerdings sehr wohl an monumentale Selbstzweifel, Erwartungsdruck, Frustration und unverhoffte Anfälle von Depression. Ich würde sagen, da kenne ich mich sogar ganz gut aus. Der Trick besteht darin, einfach weiterzumachen. Ohne Angst oder Rücksicht auf Verluste. Wenn du lang genug schreibst, hast du irgendwann sowieso keine andere Wahl mehr.
Gibt es eine Geschichte die dir aus der Frey-Feder am besten gefällt? Und wenn ja, warum?
Ja. Pakt, Jake Sloburns zweiter Fall. Die ist zwar ein bisschen kopflastig, weil sie viel mit esoterischen, musikalischen und literarischen Anspielungen arbeitet und ein Großteil der eigentlichen Botschaft zwischen den Zeilen steht, aber für mich ist es eine der Geschichten, an der ich vermutlich auch beim Lesen große Freude gehabt hätte, wenn sie jemand anderes geschrieben hätte.
Wie gehst du mit negativen Rezensionen oder Meinungen um?
Ich versuche, mich davon nicht all zu sehr runterziehen zu lassen und mich stattdessen auf das zu konzentrieren, was mein Schreiben verbessern könnte und den Rest zu ignorieren. Ich werde es nicht jedem recht machen können und ich will das auch gar nicht. Wer Arztromane ohne Tiefgang sucht, soll eben woanders schauen, die Auswahl ist schließlich groß genug. Damit habe ich kein Problem. Aber ich möchte meinen Lesern das Beste bieten, das ich aus mir herausholen kann. Meine Fans sind mein ein und alles. Um die kämpfe ich um jeden Preis.
Gibt es eine Marotte von dir, die die Öffentlichkeit nicht kennt?
Jede Menge. Aber ich versuche, meinen exhebitionistischen Drang und diese Sache mit den Schokotorten unter Kontrolle zu bekommen, sobald sie mich aus dem Entzug rauslassen, versprochen! Nein, im Ernst: Ich bin ein ziemlicher Langweiler. Wenn ich nicht schreibe oder Musik mache, verbringe ich so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft, spaziere durch einen der vielen Parks hier im schönen Leipzig oder hänge in Cafés herum.
Beschreibe dich in 5 Worten
Auf dem Weg zum Schriftsteller.
Lutz, vielen lieben Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg :)